Gedicht des Tages

Freitag, 28. Februar 2020
Rosen
Sprichst in getrag'nem Tonfall Rosen aus,
wo Blätterfall als Frühlings Neujahr sich erhob
und alle Lasten, alles Ungeschick beiseite schob
und wuchs gen Himmel, weit und hoch hinaus.
Ich hab' dir oft mit Wut ins Aug' geblickt
und dir den Untergang der Welten prophezeit.
Doch du blicktest sie an und sprachst: "Es ist noch nicht so weit.",
und hast die Hoffnung in mein Herz geschickt.
Du wandelst durch den Ebereschenhain
und lächelst einer jeden seiner Beeren zu,
pflückst Lebensfreude dir und mischst dein großes Herz dazu,
und wäschst mit ihrem Sud das Leben rein.
Filia Umbrae