Gedicht des Tages

Mittwoch, 19. September 2018
Das Joch des 21. Jahrhundert
Einflussreich führen die Erhabenen,
ihre Einwohner auf den Weg der Erniedrigung.
Bevorrechtigt wird bevollmächtigt,
Aufstände im Anflug abgedämmt.
Menschentum, das ratlos seine Rechte ausradiert.
Sprengsätze gemessen an ihrer Stärke,
fegen fanatisch über alles Machtlose
und fehlerhafter Führung hinweg.
Spezies gesättigt in Gehegen gehalten,
Millionen von Menschen hingegen erhalten,
sehr selten vom Brot für die Welt ein Stück.
Klagender Kummer schreit Schande und Schmach,
Hilfe dem Hilflosen, denn Argwohn tritt Angst!
Gefechte werden nichtssagend weitergeführt,
der Geringfügige dem Gewaltigen als Preis präsentiert.
Humanität hinfällig, Rassenwahn regiert.
Dilemma düsteren Denkens unheiliger Heuchler.
Betrug durch Blendwerk, bezwang unser Blut.
Gepeinigte Geister dagegen erstreben,
geistreich loyal in Gemeinschaft zu leben.
Tabea Trobar