Gedicht des Tages

Sonntag, 29. November 2020
Still ruht der See!
Still ruht der See!
In seines Freundes, dem Walde, beschützender Umarmung,
schlummert glücklich und zufrieden
der ihn reflektierende See.
Selig träumend, von all seinen Reisen,
hier auf Erden und in der Höh.
Hast mit deinem erquickenden Nass
erst Leben auf diesem Planeten möglich gemacht:  
doch auch mit brachialer Kraft,
deiner  Gewitter und Fluten;
zugleich Chaos und Ordnung der Natur und Menschheit gebracht.
Wäre es dennoch nicht mehr als angemessen, bei jedem Glase Wasser
das wir trinken,
dieses Lebenselixier zu schützen und ehren,
anstatt es mit unserem Wohlstandsmüll blindlings zu beschweren.
Um materielle Reichtümer zu horten, haben wir in Wirklichkeit,
nicht selten, Herzlosigkeit ausgeübt, an vielen Orten:
Das saubere Wasser ging verloren; die Wälder teilweise zerstört;
sogar die Erde wurde stückweise verkauft – entehrt.
Kleinod Wasser, bist ein Spiegel unserer Seele,
weder Worte noch Gedanken sind dir zu verschweigen;
welch geniale Schöpfung eines universellen Geistes
manifestierte sich „dank seiner Allmacht“ uns zu eigen!
Klaus Becker