Lernen von den Klassikern
Goethe, Hölderlin, von Eichendorff. Aus allen Kunstepochen steht eine Vielzahl von Dichtern mit ihren meisterhaften Gedichten zur Verfügung. Von ihnen kann einiges gelernt werden und zwar einfacher als gedacht. Lesen, lesen, lesen... Durch das Lesen vieler verschiedener Werke, entwickelt sich das eigene Gefühl für die Sprache. Vor allem aber kann ein Dichter herausfinden, welcher Stil sein eigener ist und in welche Richtung er als Poet gehen möchte.
Es lohnt sich, sich sowohl mit den Texten älterer als auch zeitgenössischer Dichterkollegen zu beschäftigen, denn diese bieten ein umfangreiches Anschauungsmaterial für die eigene Schreibpraxis. Gerade die Kombination aus Lesen und Schreiben ist besonders produktiv!
Hier das Beispiel von Erich Kästner:
Warum versuchen Sie es nicht selbst einmal und schreiben selbst eine Parodie auf Goethes „Mignon“? Am besten nehmen Sie Bezug auf ein aktuelles Thema und schreiben somit das Gedicht aus unserer heutigen Perspektive um.
Vermeiden Sie bloße Nachahmung!
Ein Tipp aus unserem Fernstudium „Das lyrische Schreiben“:
„Kopieren Sie Ihr Vorbild aber nur unter der Voraussetzung einer „Stilübung“: zum Lernen. Gehen Sie mit Mörike und Eichendorff nicht in aussichtslose Konkurrenz.“ (Studienmappe II)

